Sonntag, 29. September 2013

Music - made in Offenbach





Am gestrigen Samstag habe ich ein grandioses Konzert anlässlich des runden Geburtstages von St. Marien besucht: Die Offenbacher Messe wurde in der wunderschönen katholischen Kirche an der Bieberer Straße erneut aufgeführt.


Sieben Komponisten stecken hinter diesem Projekt, das in seinen Kompositionen die Heterogenität der Stadt in musikalischer Weise wiederspiegelt. Beteiligt an der Offenbacher Messe sind bekannte Offenbacher Gesichter wie der Musiker Alex Kemper-Moll, der das Intermezzo komponierte und die Decke von St. Marien mit seinem Orgelspiel beinahe zum Sprengen brachte. Eine Wucht durch und mit Musik, die mich zutiefst beeindruckt hat. Klänge, die ich in dieser Art und Weise noch nie gehört habe.

Im Gegensatz dazu ist das Werk von Professor Dr. Jürgen Blume geradezu leichtfüßig und einfach schön anzuhören. Mein Favorit bleibt jedoch das Santo von Thomas Gabriel. Die Neue Philharmonie Frankfurt, gemeinsam mit den Rhein Main Vokalisten und dem Chorensemble Oktoih aus Belgrad, haben es beinahe magisch dargeboten. Nicht nur ich war ergriffen von dieser wunderschönen Komposition. Ich meine, bei einigen anderen Besuchern das ein oder andere Tränchen entdeckt zu haben!

Vor dem Konzert habe ich mich gefragt, wie die Akkustik in St. Marien wohl sein würde... 50 Chormitglieder, dazu das Orchester und die charismatische Sopranistin Eva Liebherz-Valentin. Besonders letztere beeindruckte durch ihr Stimmvolumen. Spielerisch schaffte sie es, sich dem Orchester und dem Chor entgegen zu stellen und ihre Stimme in keinster Weise untergehen zu lassen, ganz im Gegenteil.

Ich habe schon einige hochkarätige (klassische) Konzerte besucht, meist in unserer Nachbarstadt Frankfurt, und bin doch begeistert von der hohen musikalischen Qualität in unserer Stadt - und das alles made in Offenbach.